Die Geschichte des Poolbillard

Es begann in den Königshäusern Europas.​

Ab Mitte des 16. Jahrhunderts war das Billardspiel bereits an zahlreichen Königshäusern Europas etabliert und Bestandteil des Gesellschaftslebens. Ende des 16. Jahrhunderts erreichten mit den Spaniern die ersten Billardtische auch Amerika.

Nachdem im Jahr 1807 der Franzose François Mingaud auf die Idee gekommen war, ein Stück Leder auf die Queue-Spitze aufzubringen, wodurch auch Effet-Stösse möglich wurden, machte das Billardspiel im 19. Jahrhundert schnell Fortschritte. Auf die Lederspitze folgte kurze Zeit später die Entwicklung spezieller Billardkreiden, um das Abrutschen des Queues am Ball zu verhindern.

1827 stellte der englische Tischbauer John Thurston einen Billardtisch mit einer Schieferplatte als Untergrund vor, was einen stark verbesserten Lauf der Bälle zur Folge hatte. Thurston war es auch, der eine neue Art der Banden einführte. Bis dahin wurden diverse Materialien wie Baumwolle, Pferdehaar oder Tierfelle als Überzug der Holzleisten benutzt. Thurston entwickelte 1835 eine Bande mit einer Kautschuk-Innenseite. Das Problem der Temperatur-Abhängigkeit dieses Materials wurde zunächst mit permanenter Erhitzung oder Kühlung zu bekämpfen versucht. 1845 meldete Thurston das Patent für die letztendliche Lösung an, als er vulkanisierten Kautschuk verwendete, eine Erfindung von Charles Goodyear aus dem Jahr 1839.

Die Billardkugeln bestanden inzwischen fast überall aus afrikanischem Elfenbein, welches das bis dahin übliche Holz ersetzte.

Ab 1850 faden die ersten Turniere in England statt. Lange vor Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die ersten Meisterschaften ausgetragen. Besonders in Grossbritannien und in den USA begann in dieser Zeit ein reges Interesse am Billardspiel, das nicht selten mehrere Tausend Zuschauer in die Salons und Veranstaltungshallen lockte. Etwa um 1880 waren alle heute populären Billard-Varianten in ihren Grundzügen etabliert. Eine letzte grosse Änderung bezüglich des Materials setzte sich im ausgehenden 19. Jahrhundert durch, indem das vorher verwendete Elfenbein der Bälle durch Kunstharze ersetzt wurde. Mit Ausnahme der Disziplin Billard Artistique werden heute für Billard ausschliesslich Bälle aus hochwertigen Phenolharzen verwendet.

Billard war inzwischen auch in Asien zur Bewegung geworden. Vor allem japanische Dreiband-Spieler waren seit dem frühen 20. Jahrhundert in den USA unterwegs. Eine Krise wurde in den 50er- und 60er-Jahren noch verstärkt durch das aufkommende Fernsehen, das den Spielern zunächst ihr Publikum nahm. Poolbillard erlebte jedoch bald darauf eine Renaissance mit dem Erscheinen des Kinofilms Haie der Grossstadt (1961), der in den USA für eine neue Begeisterungswelle sorgte. Der 1986 erschienene Spielfilm Die Farbe des Geldes löste einen weiteren Schub aus. Ende der 60er-Jahre suchte die BBC ein Format, um den Zuschauern die Überlegenheit des Farbfernsehens deutlich zu machen und suchte sich dazu Snooker aus.

Poolbillard wird mit einem Spielball (die Weisse) und 15 Objektbällen (die Farbigen) gespielt. Davon gibt es jeweils sieben Halbe, sieben Volle plus die schwarze Acht. Der Spielball darf als einzige Kugel direkt mithilfe des Queues gespielt werden. Die Spieler haben abwechselnd je eine Aufnahme. Die Aufnahme ist beendet, wenn der Spieler mit seinem Stoss keine Kugel regelgerecht lochen konnte. Die populärsten Unterarten von Poolbillard sind 8-Ball, 9-Ball, 10-Ball und 14/1 endlos.

Auf den Spuren von Ronnie O'Sullivan

Bei uns findest du einen Snookertisch und sechs Pooltische.​

Während Billard selbst seine Ursprünge bereits im 15. Jahrhundert hat, wurde Snooker im Jahre 1875 von Engländern erfunden. Allerdings nicht auf ihrer heimischen Insel. Es handelte sich um Offiziere der britischen Kolonialtruppen, die sich das Spiel in Indien ausdachten. In England wurde Snooker erstmals 1885 vorgestellt. Bis 1919 gab es keine einheitlichen Regeln. Die Bezeichnung „Snooker“ geht dabei auf Neulinge in der Armee zurück, die so von den erfahrenen Kollegen abwertend bezeichnet wurden. Nachdem der Erfinder des Spiels, Sir Chamberlain, von einem Gegner so behindert wurde, dass er einen Foul beging, ärgerte er sich so sehr, dass er seinen Gegner kurzerhand als Snooker betitelte. Der Name des Spiels war geboren.

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